Zahnheilkunde

Wir bieten ein großes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Zahnbehandlung 
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Die Zahnheilkunde in der Pferdemedizin gewinnt immer mehr an Bedeutung. Probleme die durch Zahnerkrankungen verursacht werden, können sich vielfältig äußern. Wir empfehlen jedes Pferd, unabhängig von Rasse und Nutzung, regelmäßig einmal im Jahr einem Tierarzt zur gründlichen Zahnuntersuchung vorzustellen. Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen Kiefergelenk, Backen- und Schneidezähnen für eine optimale Kaufunktion und Rittigkeit des Pferdes herzustellen.

Pferde in freier Wildbahn ernähren sich hauptsächlich von sehr grobfaserigem, hartem Gras und müssen die Nahrung daher durch großflächige Mahlbewegungen zerkleinern. Die ständig nachschiebenden Pferdezähne (2-4 mm pro Jahr) werden dabei gleichmäßig abgenutzt.
Unsere Pferde dagegen werden mit weichem Gras, Heu und Kraftfutter gefüttert, was zu einer verminderten Kaubewegung und damit verbunden zu einem ungleichmäßigen Zahnabrieb führt. Dadurch entstehen häufig sehr scharfe und spitze Zahnhaken, die unbehandelt zu schmerzhaften Verletzungen der Schleimhäute oder der Zunge führen können. Symptome können z.B. sein:

• Kopfschlagen
• Unrittigkeit
• Fauliger Geruch aus Maul und Nüstern
• Herausfallendes Futter
• Heu-/Graswickel
• Einseitiger Nasenausfluss
• Verletzungen der Zunge/Schleimhäute
• Schlechter Allgemeinzustand
• Verdauungsprobleme wie Verstopfungskoliken, Durchfall, Schlundverstopfung
• u.v.m. ...

Wir bieten ein großes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, mit denen wir die Balance im Maul Ihres Pferdes wieder herstellen können.

Bildgebung

- Zahnkamera
- Szintigrafie
- Digitales Röntgen
- Sinuskopie
-CT am stehendem Pferd

Diastema-Behandlung

Als Diastema wird ein pathologisch vergrößerter Zahnzwischenraum zwischen den Kontaktflächen zweier Schneide- oder Backenzähne bezeichnet. Zwischen den betroffenen Zähnen lagern sich Futterreste ein, die durch weitere Futteraufnahme immer tiefer gepresst werden. Hierbei kann es zu einer schmerzvollen Parodontose und Parodontitis mit Kieferknochenbeteiligung kommen. Mit der mechanischen Erweiterung des Zahnzwischenraums besteht eine gute Behandlungsmöglichkeit

EOTRH-Behandlung

EOTRH (Equine odontoclastictooth resorption and hypercementosis) ist eine schmerzhafte undfortschreitende Zahn- und Kieferknochenerkrankung, bei der die Schneide- und Hengstzähne, sowie das Zahnfach betroffen sein können. Sie betrifft vor allem ältere Pferde.  Im fortgeschrittenen Stadium hilft in den meisten Fällen nur eine vollständige Entfernung der betroffenen Zähne.
Die Pferde kommen auch ohne Schneidezähne hervorragend zurecht. Im frühen Stadium kann eine Druckentlastung durch Kürzender Schneidezähne sowie die Therapie mittels Diodenlaser und das Verabreichenvon speziellen Vitalpilzmischungen Linderung verschaffen.




Zeichen für eine EOTRH können sein:

- Zurückweichendes Zahnfleisch an den Schneidezähnen (Parodontose)
-Entzündungenim Bereich der Zahnwurzeln mit starken Rötungen und Fistelbildung
-UnfähigkeitKarotten und Äpfel abzubeißen
-Empfindlichkeitim Maul- und Kopfbereich
-Kopfschlagen

Kariesbehandlung

Die Zersetzung des kalzifizierten Zahngewebes nennt man Karies, welcher im fortgeschrittenen Stadium zu Zahnfrakturen oder Entzündungen der Wurzelkanäle (Pulpitis) führen kann. Frühzeitig erkannt, lässt sich Karies mit Zahnfüllungen behandeln und eine Ausbreitung verhindern.
Weitere Leistungen: Zahnwurzelbehandlungen, Wurzelspitzenresektion

Wolfszahn- & Milchkappen-Entfernung

Im Zahnwechsel können die Milchzahnkappen so fest auf den nachschiebenen Backenzähnen sitzen, dass die Zahnwurzel in Richtung Kieferknochen schiebt. Dadurch können sich sogenannte „Bumps“ oder „Knäste“ bilden. Wolfszähne sollten entfernt werden, da sie für das Reitpferd im Zusammenhang mit dem Gebiss störend sein können. Wolfszähne besitzen oft nur eine kleine Wurzel, sodass sie leicht mit speziellen Instrumenten zu entfernen sind.

Zahnextraktion am stehenden Pferd

Durch den Fortschritt im Bereich der Zahn- und Kieferhöhlenchirurgie lassen sich mittlerweile alle diagnostischen und cirurgischen Eingriffe am stehenden Pferd mit minimalinvasiven Methoden durchführen. Folgende Methoden stehen dabei zur Verfügung:

1. Zangen-Extraktion („Zahn ziehen“) am stehenden Pferd über die Maulhöhle

2. Minimalinvasive transbuccale Schraubextraktion:

Die neueste Methode der Zahnentfernung, die sog. Buccotomie, ist die schonenste Methode erkrankte Zähne, die nicht mit der Zange über die Maulhöhle gezogen werden können, am stehenden Pferd zu entfernen. Dabei erfolgt der Zugang nicht über den Kieferknochen, sondern über ein sehr kleines Loch seitlich durch die Backe. Der Zahn wird minimalinvasiv unter endoskopischer und röntgenologischer Kontrolle zunächt behutsam
gelockert, angebohrt und dann mit einer Gewindestange herausgezogen.

3. Minimalinvasive Trepanation (Steinmann-Pin):

Operation zur Entfernung von Zahnwurzelresten über die Kieferhöhle unterröntgenologischer Kontrolle.

Alle Methoden haben den Vorteil einer kurzen Rekonvaleszenzphase!

Zahn- und Gebisskorrekturen

Im Bereich der routinemäßigen Zahnkorrektur werden mit feinen Instrumenten und Techniken auf schonende Art und Weise scharfe Kanten entfernt, und das Gebiss ausbalanciert, sodass es zu einer verbesserten Okklusion (Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- & Unterkiefers) kommt. Nur so kann das Pferd seine Nahrung gut, in alle Richtungen und mit geringem Druck zermahlen. Überbelastungen können zu Frakturen einzelner Zähne führen oder Schmerzen im Kiefergelenk verursachen, die Verspannungen über den Hals und den Rücken bis zur Hinterhand zur Folge haben können.

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Wir danken für Ihr Verständnis, dass unsere Stallpatienten entsprechende Ruhezeiten benötigen.

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