Orthopädie

sign up

Die Orthopädie ist eines der umfangreichsten Themengebiete der Pferdemedizin und umfasst neben der Diagnostik und Behandlung jeglicher Lahmheiten auch das komplexe Feld der Rittigkeitsauffälligkeiten und Leistungsintoleranzen. Sowohl in der Diagnostik wie auch der Therapie orientieren wir uns an den Qualitätsstandards der Humanmedizin und bieten entsprechend ein umfassendes Repertoire an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen an:

- Chiropraktik
- IRAP / Orthokin
- Kaufuntersuchung / Gutachten
- Lasertherapie
- MRT (Kernspintomographie)
- Qualisys Motion Capture System
- Röntgen & Ultraschall Stammzellentherapie
- PRP (Plateled Rich Plasma)
- Stoßwellentherapie
- TMS

Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine sehr spezifische manuelle Diagnostik- und Therapiemethode, die sich mit der Untersuchung und Behandlung funktioneller Einschränkungen der Wirbelsäulen- und Gliedmaßengelenke befasst. Die Chiropraktik umfasst die Adspektion des Patienten in Ruhe und in Bewegung, sowie die eingehende Untersuchung der Gelenkbeweglichkeit (dynamische oder Bewegungs-Palpation). Jedes Bewegungssegment zeigt einen individuellen Bewegungsspielraum (BSR). Einschränkungen dieses Bewegungsspielraums können negative Auswirkungen auf den biomechanischen Bewegungsablauf wie auch die neurologischen Körper- und Organfunktionen haben. Ziel der chiropraktischen Behandlung ist daher die Wiederherstellung und Normalisierung der individuellen, spezifischen, physiologischen Gelenkbeweglichkeit. Anatomische Grenzen der Gelenkbeweglichkeit werden hierbei zu keinem Zeitpunkt überschritten. Der Ausdruck des `Einrenkens´ ist daher völlig irreführend und falsch

Flyer zum Thema Chiropraktik

Download

Computertomografie

Mit unserem neuen CT können wir nun in der Tierklinik Lüsche eine Weltneuheit anbieten: Computertomografie der Gliedmaßen am stehenden Pferd!
Unser Computertomograf ist auf einer Hebebühne mit höhenverstellbarem Schienensystem installiert, wodurch es möglich ist den Kopf, aber auch z. B. Hufe und Beine des Pferdes im Stehen zu scannen. So reicht für die meisten Untersuchungen eine Sedierung und das Pferd muss nicht in Narkose gelegt werden. Das Pferd kann während der Untersuchung still auf dem ebenen Fußboden ohne Zwangsstand stehen bleiben. Beim Scannen fährt der CT über den Patienten und nicht mehr umgekehrt, der Patient durch die Gantry (Röhre). Bei abgesenktem CT können die unteren Gliedmaßen des stehenden Pferdes computertopografisch untersucht werden. Ein Scan dauert dabei nur wenige Momente und erlaubt hochwertige 3D Rekonstruktionen, sowohl der Knochen- als auch Weichteilstrukturen. Unser CT weist zudem die größte Gantry (Röhre) und das größte Field-of-View in der Medizin auf, mit dem bisher kaum zugängliche Regionen wie das Knie, erste Brustwirbel, Ellenbogen und Schulter des Pferdes im CT untersucht werden können.
Eine CT Untersuchung in der Tierklinik Lüsche ist ambulant möglich und kostet ca. 900,- €, wobei dieser Preis je nach Fall stark abweichen kann.

Wann ist eine CT Untersuchung sinnvoll?
Erkrankungen des Kopfes:
1. Zahn- und Kieferhöhlenerkrankungen (Zysten, Fisteln, einseitiger Nasenausfluss, Tumore usw. )
2. Headshaking
3. Luftsackerkrankungen
4. Kiefergelenkerkrankungen
5. Nackenbandprobleme
6. Halswirbelsäulenprobleme und mehr

Erkrankungen der Gliedmaße:
1. Hornsäulen
2. Knochenzysten
3. Fissuren und Frakturen
...und mehr

Mit besonderer Kontrastmitteldarstellung und 3D-Rekonstruktion lassen sich auch Weichteilerkrankungen wie z.B. Kreuzbandrisse oder Meniskuserkrankungen darstellen.

CT Untersuchung am Kopf (stehend)

3D Rekonstruktion

CT Untersuchung am Pferdebein (stehend)

IRAP-Therapie

Eines der wichtigsten Entzündungsproteine vor allem bei chronischen Gelenkerkrankungen (Arthrose) ist das Interleukin-1. Das Prinzip der IRAP-Therapie ist es, den körpereigenen Gegenspieler des Interleukin-1, nämlich Interleukin Rezeptor Antagonis Protein (IRAP) in das erkrankte Gelenk zu verabreichen. Hierzu wird dem Pferd Blut entnommen und dieses in einem Speziellen Verfahren aufbereitet. Das Ergebnis ist ein körpereigenes Serum, welches hoch angereichert ist mit IRAP. Dieses kann dann direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt werden und soll hier durch seine Rolle als natürlicher Gegenspieler zu Interleukin-1 der Entzündung entgegen wirken.
IRAP konnte in mehreren Studien und auch in unserer praktischen Erfahrung vielen Pferden mit Arthrose helfen. Diese Therapieform kann eine gute Alternative zu herkömmlichen Gelenksbehandlungen mit Kortisonpräparaten darstellen.
Ein weiterer Vorteil dieser Therapieform besteht darin, dass es sich um ein körpereigenes Produkt handelt. Nebenwirkungen sind selten. Außerdem besteht keine Dopingrelevanz, und dieser Punkt wiederum macht die IRAP-Therapie gerade bei Sportpferden und während der Turniersaison interessant.
Eine eingehende Untersuchung und Beratung durch unsere Tierärzte klärt ab, ob eine IRAP-Theraphie für ihr Tier geeignet ist.

FP4-Lasertherapie

Die Lasertherapie mit einem Hochfrequenzlaser wird seit Jahren im Humanbereich erfolgreich bei Hochleistungssportlern eingesetzt. Es handelt sich um eine völlig schmerzfreie Therapieform, die es beispielsweise Profisportlern mit Sehnenverletzungen oder Kreuzbandrissen unterstützen soll, nach kurzer Rehabilitationsphase schneller und nachhaltiger wieder am Profisport teilzunehmen. Die hohe Erfolgsquote hat dazu geführt, dass Experten die Erfahrungswerte und technischen Details aus 30 Jahren Forschungsarbeit für ein System genutzt, weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse der Pferdemedizin abgestimmt haben.
Durch 4 patentierte Wellenlängen, die gleichzeitig produziert werden, jedoch jeweils unterschiedliche Eigenschaften besitzen, wird eine höhere Gesamtenergie im Zielgewebe erreicht. Diese Kombination soll zu einer Biostimulation führen, welche dann zu einer Erneuerung des verletzten Gewebes, Entzündungshemmung und Schmerzlinderung beitragen soll.

Wie wird eine FP4-Laserbehandlung durchgeführt?
Zu Beginn der Therapie wird für das Pferd - je nach diagnostiziertem Befund - ein geeignetes Laser- und Trainingsprotokoll erstellt. Für die Lasertherapie wird ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen angesetzt, in dem das Pferd 1-2 Mal pro Tag gelasert wird. Das Pferd bleibt während dieser Zeit stationär in der Klinik, auf Wunsch ist eine ambulante Therapie möglich. In Kombination mit einem individuell auf den Patienten abgestimmten Trainingsplan, wöchentlichen Ultraschalluntersuchungen, sowie regelmäßige Kontrollen des Bewegungsablaufes ist die Lasertherapie höchst erfolgsversprechend. Es besteht die Möglichkeit, dass zur Vorbeugung von Rezidiven noch einzelne, ambulante Laserbehandlungen vorgenommen werden können.

Flyer zum Thema FP4-Lasertherapie

Download

MBST ® veterinary

MBST® – Kernspin Resonanz Therapie
Krankheiten wie Arthrose (Gelenkverschleiß) und Osteoporose (Knochenschwund) können für Tiere starke gesundheitliche Einschränkungen bedeuten. Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkungen und brüchige Knochen sind häufig darauf zurückzuführen, dass bestimmte Gewebearten abgenutzt oder geschädigt sind. Die körpereigenen Signale zur Stimulierung des Stoffwechsels und der Regeneration von Knorpel- und Knochensubstanz können dabei gestört sein. Erste krankheitsbedingte Veränderungen an Knochen, Sehnen oder Gelenken können zu dauerhaften Schäden führen und Ihr Tier erheblich beeinträchtigen.
MBST®-veterinary stellt die therapeutische Nutzung der Kernspinresonanz. Die Technologie der Kernspin Resonanz Therapie macht sich die besonderen Eigenschaften der Wasserstoffatome im tierischen Gewebe zu nutze. Im Kern der Wasserstoffatome befinden sich die Protonen. Diese winzigen, positiv geladenen Teilchen drehen sich im Erdmagnetfeld mit einer bestimmten Geschwindigkeit um die eigene Achse. Durch diese Eigendrehung wirken sie nach außen hin magnetisch. Genau diese magnetische Eigenschaft wird im MRT zur Bilderzeugung genutzt sowie in der Kernspin Resonanz Therapie zur möglichen Anregung und Regeneration von erkranktem Gewebe.
MBST®-ProVet als therapeutische Kernspin Resonanz kommt zum Beispiel im Fall von Arthrose beim Pferd zum Einsatz. Ebenso kann man mit MBST®-ProVet Stoffwechselstörungen der Knochen, sowie sport- und unfallbedingte Verletzungen der Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder behandeln.

Kernspintomografie - MRT

Seit 2004 arbeiten wir mit der Kernspinuntersuchung am Pferd. Die auch als Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) bezeichnete Diagnosemethode, ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der verschiedenen Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen werden Schichtaufnahmen des betroffenen Areals angefertigt. Das seit etwa acht Jahren in der Pferdemedizin eingesetzte Verfahren liefert gegenüber dem Röntgen zusätzliche Informationen.
Durch die MRT Technik ist es uns möglich Aussagen über den Zustand von Weichteilgewebe wie Bänder, Sehnen, Gelenkkapsel, Knorpel oder Schleimbeutel zu treffen. Dadurch ist insbesondere der Bereich der Hufrolle, der sich im für den Tierarzt nur bedingt zugänglichen Hornschuh befindet, mittels MRT genauestens zu untersuchen.In unserer Klinik verwenden wir ein Gerät, das die Untersuchung am stehenden, lediglich sedierten Pferd ermöglicht. Eine risikoreiche Narkose ist somit nicht mehr nötig. Der U-förmige Magnet ist höhenverstellbar, so dass Regionen vom Hufbereich bis zum Vorderfußwurzel- bzw. Sprunggelenk untersucht werden können. Bundesweit wird dieses moderne Verfahren bisher nur von vier weiteren Kliniken angeboten (Stand 2010).

Wie ist der Ablauf?
Die Eisen werden von beiden Hufen entfernt. Das Pferd wird sediert, in den Raum geführt und mit einem Bein in den Scanner gestellt. Der Tierarzt richtet den Magnet an dem erkrankten Bein aus. Viele Bilder werden angefertigt, wobei manchmal auch Vergleichsaufnahmen des anderen Beins mit inbegriffen sind. Nach 1-2 Stunden wird das Pferd aus dem Raum geführt und falls notwendig kurz zum Aufwachen in eine Box gebracht. Dann erfolgt die Besprechung mit dem Haustierarzt, Besitzer und/oder Reiter, so dass in kollektiver Zusammenarbeit der therapeutische Weg festgelegt wird.

Welche Vorteile bietet der MRT?
Sie erspart Ihnen Zeit und Geld. In der Humanorthopädie ist der MRT meist die diagnostische Methode der „ersten Wahl“. Die einzige Methode mit der alle Strukturen - auch unter der Hornwand - dargestellt werden können.Eine Vollnarkose ist in den meisten Fällen nicht notwendig
- Narkoserisiko eliminiert
- Durchführbar als ambulanter Termin
- Befürwortet von Besitzern und Trainern für ein effektives Gesundheitsmanagement von Sport – und Freizeitpferden
- Sofortige Diagnose in über 90% der Fälle

Klare und schnelle Diagnose:
-
spart unnötige und teure wiederholte Untersuchungen, erfolglose Therapien und Ruhephasen
- ermöglicht gezielte Behandlungen inklusive spezieller Beschläge
- eliminiert das Risiko von fortschreitenden Schäden in dem Untersuchungs-Behandlungs-Ruhephasen-Nachuntersuchungskreislauf
- ermöglicht schnelle Entscheidungen bezüglich der Zukunft des Pferdes

Erwägen Sie einen MRT in folgenden Fällen:
- Lahmheiten, deren Ursachen im Huf- oder unterem Beinbereich anzusiedeln sind (inklusive Karpal oder Tarsalgelenk)
- Röntgenbilder sind unauffällig oder fragwürdig
- Szintigraphie wird noch in Betracht gezogen oder war negativ
- Ultraschall ist nicht möglich oder liefert keine Antwort
- Bei einer akuten Stichwunde (z.B. Nageltritt)
- Akute und chronische Lahmheiten ohne Behandlungserfolg
- Als Kontrolle der Behandlung und des Heilungserfolges vor der Wiederaufnahme des Trainings

Wie funktioniert der MRT?
Die Scans werden in einem speziell abgeschirmten Raum angefertigt. Das Bein wird einem starken magnetischen Feld und kurzen Radiowellenimpulsen ausgesetzt. Das entstehende Signal kann daraufhin in Bilder umgewandelt werden. Unterschiedliche Sequenzen liefern verschiedene Signale. So können alle Gewebe ohne Kontrastmittel voneinander abgegrenzt werden. Es entsteht keine schädliche Strahlung wie beim Röntgen und CT. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Video Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) in der Tierklinik Lüsche

Q-Horse - Qualisys Motion Capture Technology

In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk human- und veterinärmedizinischer Biomechanik- und Sportwissenschaftler freuen wir uns, als eine von zwei privaten Pferdekliniken in Europa diese validierte und hochkarätige, biomechanische Gangbild- und Bewegungsanalyse anbieten zu können. Sie ermöglicht präzise und objektive Aussagen über das Bewegungsmuster der Gliedmaßen und der Oberlinie und hilft in der Diagnostik von Lahmheiten sowie Gangbildauffälligkeiten ebenso wie bei Rittigkeits- und Rückenproblemen. Die Messungen erfolgen mittels spezieller Infrarot-Kameras auf gerader Linie sowie auf beiden Händen an der Longe. Die Resultate der Messungen liegen innerhalb weniger Minuten vor und können umgehend interpretiert und in der Diagnostik genutzt werden. Sie geben Aufschluss über den Sitz sowie das Ausmaß der Lahmheit oder Asymmetrie und zeigen an, in welcher Bewegungsphase die Probleme besonders gravierend erscheinen.

Warum diese Art der objektiven Messung benutzen?
Die Gründe für eine objektive Gangbildanalyse sind vielfältig. Hierzu zählen lange bestehende oder unklare Lahmheiten, Leistungsintoleranzen oder Rittigkeitseinschränkungen der Pferde, ebenso wie die objektive Beurteilung eines Pferdes im Rahmen von Kauf oder Verkauf. Im Rahmen der Lahmheitsdiagnostik können die Ergebnisse von Beugeproben und diagnostischen Anästhesien objektiviert werden, und geben größere diagnostische Sicherheit. Der Verlauf einer Rekonvaleszenz und die Fortschritte im Rahmen von Behandlungsansätzen können zielsicher und ohne subjektive Fehlbeurteilung erhoben werden.

Präventives Benutzen einer objektiven Messung
Eine weitere gute Möglichkeit ist die präventive Nutzung dieses Systems. Geringe Unterschiede in den Bewegungen eines Pferdes, welche mit einem menschlichen Auge nicht zu erkennen sind, können gemessen werden. Mit Hilfe von regelmäßigen Vet Checks können kleine Veränderungen schon früh entdeckt und das Verletzungsrisiko minimiert werden.

Technischer Hintergrund
Mit Hilfe des Motion Capture Systems können Bewegungen mit hoher Präzision und Genauigkeit gemessen werden. Es besitzt zudem die Fähigkeit die Bewegung von mehreren Punkten aus verschiedenen Winkeln gleichzeitig zu messen. Dies ist allein mit dem menschlichen Auge nicht möglich.

Flyer zum Qualisys Motion Capture Systems

Download

Qualisys-Kamera

Pferd bei der Qualisys-Messung

Qualisys-Messauswertung

Video Qualisys Motion Capture Systems am Pferd in der Tierklinik Lüsche

Digitales Röntgen und Ultraschall

Sie sind die Klassiker in der Diagnostik: Röntgen und Ultraschall zählen zur Grundausstattung unserer Klinik. Mittlerweile haben wir einige digitale mobile Röntgen- und Ultraschallgeräte, die Aufnahmen fast überall zulassen. Ob in der Aufwachbox, noch im OP oder bei Ihnen im Stall, wir passen uns den Bedürfnissen an. Die Bilder können auch auf Außenpraxis direkt entwickelt und mit Ihnen besprochen werden. Gerade wenn es um die Feststellung oder den Ausschluss einer Fraktur geht, ist es wichtig, dass das Pferd nicht erst in eine Klinik transportiert werden muss.
Sollte ein Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung ohne besonderen Befund bleiben, so gibt es die Möglichkeit, die weiterführende Diagnostik mit MRT und Szintigrafie zu nutzen.
Im Bereich der Internistik bieten wir auch Herzultraschalluntersuchungen beim Pferd an. Hierzu nutzen wir ein System mit Farbdoppler, um den Blutfluss im Herzen mit darstellen zu können.

Stammzelltherapie und PRP

Weil Sehnen und Bänder nicht durchblutet sind, ist deren Heilung meist ein langwieriger Prozess. Dazu kommt, dass das entstandene Narbengewebe nicht die gleiche Kraft und Elastizität besitzt wie das ursprüngliche Gewebe. Mittels PRP (Plateled Rich Plasma) und der Stammzellentherapie stehen uns heute zwei regenerative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Wiederaufbau der Sehnen mit minimaler Narbenbildung nach einer Verletzung ermöglichen sollen.
In der Pferdemedizin dient die Stammzellentherapie in erster Linie zur Behandlung von Sehnen- und Bänderschäden.

Zurzeit wird daran gearbeitet, diese Therapieform auch auf Knochenzysten, Gelenkschäden und Frakturen auszudehnen. Aufgrund ihrer Fähigkeit, sich vielfältigen Nutzungsrichtungen anzupassen, können Stammzellen sich beispielsweise auch in Sehnengewebebildende Zellen umwandeln. Es basiert auf der Freisetzung hochpotenter Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen, welche dann eine schnellere Heilung, weniger Narbenbildung und eine stabilere Sehne als Resultat hervorbringen sollen. Bei der Stammzellentherapie werden Stammzellen aus einem Knochenmarkspunktat oder aus Fettgewebe kultiviert (z.B. aus dem Becken oder Brustbein). Danach werden diese in den Sehnendefekt injiziert. Stammzellen aus dem Knochenmark differenzieren sich in der Sehne zu kollagenproduzierenden Zellen, was eine narbenfreie Heilung ermöglichen soll.

Arthramidvet
Eine völlig neuartige Therapie für schwer beschädigte Gelenke. Polyacrylamide werden in die Gelenkkapsel integriert und wirken neben einem nicht abbaubaren Puffer als Gelenksregulativ. Auch wenn die Wirkungsmechanismen noch nicht völlig geklärt sind, konnte in Studien, an welchen unsere Klinik ebenfalls beteiligt waren, sehr positive Erfolge bei Pferden mit chronischen Gelenkserkrankungen (Arthrose) erzielt werden. Weitere umfangreiche Studien zusammen mit dem pharmazeutischen Hersteller laufen. Arthramidvet wird in Deutschland nur in 12 „Centres of Excellence“ angewandt und vertrieben. Die Tierklinik Lüsche ist seit Anfang an dabei.

Stoßwellentherapie

Bei der extracoporalen Stoßwellentherapie (ESWT) handelt es sich um eine nicht-invasive Therapieform. Zu ihren Indikationsgebieten zählen im Bereich der Orthopädie insbesondere Erkrankungen von Sehnen und Bändern. Weitere Indikationen sind z. B. Veränderungen im Bereich des Strahlbeins, reaktive Überbeine sowie Haarrisse (Fissuren) oder Knochenbrüche (Frakturen), bei denen die ESWT die Regeneration des Knochens beschleunigen soll.
Wir verwenden eine fokussierte Stoßwellentechnik, die auf piezoelektrischer Technik basiert.

TMS - Transkranielle Magnet-Stimulation

TranskranielleMagnetstimulation (TMS)
Bei der sogenannten Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) handelt es sich um eine Messung der Reizweiterleitung der Nerven im Pferdekörper. Für diese Untersuchung muss das Pferd je nach Gewicht sediert werden. Anschließend werden Elektroden im Muskel, bzw. unter der Haut aller 4 Gliedmaßen angeschlossen. Mit einer Magnetspule wird am Pferdekopf im Bereich des Motorischen Kortex eine Signalkaskade ausgelöst. Dieses Signal wird über die Nervenbahnen des Rückenmarks bis in die Gliedmaßen weitergeleitet. Der angeschlossene Computer misst die Zeit vom auslösen des Signals, bis zum erreichen des Signals an den Elektroden. Die Transkranielle Magnetstimulation wird auch in der Humanmedizin eingesetzt und ist vollkommen schmerzfrei für das Pferd.

Verlängerte Zeiten bei dieserUntersuchung sprechen für das Vorliegen einer Reizleitungsstörung. DieUntersuchung ist eine große Hilfe bei der Diagnostik von neurologischenPatienten, z.B. bei sogenannten ataktischen Pferden.

Ableitung Vordergliedmaße

Positionierung der Spule

Ableitung Hintergliedmaße

Weitere Fachbereiche

Über uns

Essener Str. 39a - 49456 Bakum
Telefon: +49 (0) 5438-95850
Fax: +49 (0) 5438-958520     
E-Mail: kontakt@tierklinik-luesche.de   
               

AGBDatenschutzImpressumHaftungsausschlussPartner
Öffnungszeiten

24h- Notfallbereitschaft                
Öffnungszeiten:                  
Mo - Fr:  8:00 - 18:00 Uhr
Besuchszeiten:
Mo - Fr: 09:00 - 13.00 Uhr
und 14:00 - 17:00 Uhr
Sa & So: 09:00 - 12:00 Uhr

Oder nach Rücksprache mit dem Tierarzt.
Wir danken für Ihr Verständnis, dass unsere Stallpatienten entsprechende Ruhezeiten benötigen.

Zertifizierungen