Orthopädie

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In der Pferdemedizin ist der Bereich Orthopädie und damit die Diagnostik und die Behandlung von Lahmheiten beim Pferd und die damit verbundenen Unrittigkeiten ein sehr umfangreiches Thema. Vor allem die Therapiemöglichkeiten, oftmals aus der Humanmedizin abgeschaut, sind bei uns auf den modernsten Standards angesiedelt. In der Orthopädie bieten wir umfangreiche diagnostische und therapeutische Maßnahmen:

- Chiropraktik
- IRAP / Orthokin
- Kaufuntersuchung / Gutachten
- Lasertherapie
- MRT (Kernspintomographie)
- Qualisys Motion Capture System
- Röntgen & Ultraschall Stammzellentherapie / PRP (Plateled Rich Plasma)
- Stoßwellentherapie
- TMS

Chiropraktik

Die Chiropraktik befasst sich mit dem physiologischen Zusammenspiel von Skelett, Nervensystem und Muskulatur, mit dem Ziel, durch Erhaltung und Optimierung der natürlichen Biomechanik und Funktion des Nervensystems die Gesundheit des Körpers zu steigern.
Dabei wird der Bewegungsspielraum der einzelnen Bewegungseinheiten, besonders der Wirbelsäule, sowie der Beckenregion, untersucht. Ist eine oder mehrere dieser Einheiten in ihrer Bewegung eingeschränkt, so wirkt sich dies negativ auf Nervenfunktion und Bewegungsabläufe, sowie Funktion innerer Organe des Körpers aus.
Durch gezielte Impulse mit kurzem Hebel und hoher Geschwindigkeit sollen die Bewegungseinschränkungen korrigiert und das Nervensystem positiv stimuliert werden. Auf diese Weise kann der natürliche Ablauf von Bewegungen gefördert und die Balance des Körpers wieder hergestellt werden. Durch die Ermöglichung effizienter Biomechanik soll pathologischen Veränderungen an verschiedenen Strukturen des Körpers vorgebeugt werden.

Flyer zum Thema Chiropraktik

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IRAP-Therapie

Eines der wichtigsten Entzündungsproteine vor allem bei chronischen Gelenkerkrankungen (Arthrose) ist das Interleukin-1. Das Prinzip der IRAP-Therapie ist es, den körpereigenen Gegenspieler des Interleukin-1, nämlich Interleukin Rezeptor Antagonis Protein (IRAP) in das erkrankte Gelenk zu verabreichen. Hierzu wird dem Pferd Blut entnommen und dieses in einem Speziellen Verfahren aufbereitet. Das Ergebnis ist ein körpereigenes Serum, welches hoch angereichert ist mit IRAP. Dieses kann dann direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt werden und soll hier durch seine Rolle als natürlicher Gegenspieler zu Interleukin-1 der Entzündung entgegen wirken.
IRAP konnte in mehreren Studien und auch in unserer praktischen Erfahrung vielen Pferden mit Arthrose helfen. Diese Therapieform kann eine gute Alternative zu herkömmlichen Gelenksbehandlungen mit Kortisonpräparaten darstellen.
Ein weiterer Vorteil dieser Therapieform besteht darin, dass es sich um ein körpereigenes Produkt handelt. Nebenwirkungen sind selten. Außerdem besteht keine Dopingrelevanz, und dieser Punkt wiederum macht die IRAP-Therapie gerade bei Sportpferden und während der Turniersaison interessant.
Eine eingehende Untersuchung und Beratung durch unsere Tierärzte klärt ab, ob eine IRAP-Theraphie für ihr Tier geeignet ist.

FP4-Lasertherapie

Die Lasertherapie mit einem Hochfrequenzlaser wird seit Jahren im Humanbereich erfolgreich bei Hochleistungssportlern eingesetzt. Es handelt sich um eine völlig schmerzfreie Therapieform, die es beispielsweise Profisportlern mit Sehnenverletzungen oder Kreuzbandrissen unterstützen soll, nach kurzer Rehabilitationsphase schneller und nachhaltiger wieder am Profisport teilzunehmen. Die hohe Erfolgsquote hat dazu geführt, dass Experten die Erfahrungswerte und technischen Details aus 30 Jahren Forschungsarbeit für ein System genutzt, weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse der Pferdemedizin abgestimmt haben.
Durch 4 patentierte Wellenlängen, die gleichzeitig produziert werden, jedoch jeweils unterschiedliche Eigenschaften besitzen, wird eine höhere Gesamtenergie im Zielgewebe erreicht. Diese Kombination soll zu einer Biostimulation führen, welche dann zu einer Erneuerung des verletzten Gewebes, Entzündungshemmung und Schmerzlinderung beitragen soll.

Wie wird eine FP4-Laserbehandlung durchgeführt?
Zu Beginn der Therapie wird für das Pferd - je nach diagnostiziertem Befund - ein geeignetes Laser- und Trainingsprotokoll erstellt. Für die Lasertherapie wird ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen angesetzt, in dem das Pferd 1-2 Mal pro Tag gelasert wird. Das Pferd bleibt während dieser Zeit stationär in der Klinik, auf Wunsch ist eine ambulante Therapie möglich. In Kombination mit einem individuell auf den Patienten abgestimmten Trainingsplan, wöchentlichen Ultraschalluntersuchungen, sowie regelmäßige Kontrollen des Bewegungsablaufes ist die Lasertherapie höchst erfolgsversprechend. Es besteht die Möglichkeit, dass zur Vorbeugung von Rezidiven noch einzelne, ambulante Laserbehandlungen vorgenommen werden können.

Flyer zum Thema FP4-Lasertherapie

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MBST ® veterinary

MBST® – Kernspin Resonanz Therapie
Krankheiten wie Arthrose (Gelenkverschleiß) und Osteoporose (Knochenschwund) können für Tiere starke gesundheitliche Einschränkungen bedeuten. Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkungen und brüchige Knochen sind häufig darauf zurückzuführen, dass bestimmte Gewebearten abgenutzt oder geschädigt sind. Die körpereigenen Signale zur Stimulierung des Stoffwechsels und der Regeneration von Knorpel- und Knochensubstanz können dabei gestört sein. Erste krankheitsbedingte Veränderungen an Knochen, Sehnen oder Gelenken können zu dauerhaften Schäden führen und Ihr Tier erheblich beeinträchtigen.
MBST®-veterinary stellt die therapeutische Nutzung der Kernspinresonanz. Die Technologie der Kernspin Resonanz Therapie macht sich die besonderen Eigenschaften der Wasserstoffatome im tierischen Gewebe zu nutze. Im Kern der Wasserstoffatome befinden sich die Protonen. Diese winzigen, positiv geladenen Teilchen drehen sich im Erdmagnetfeld mit einer bestimmten Geschwindigkeit um die eigene Achse. Durch diese Eigendrehung wirken sie nach außen hin magnetisch. Genau diese magnetische Eigenschaft wird im MRT zur Bilderzeugung genutzt sowie in der Kernspin Resonanz Therapie zur möglichen Anregung und Regeneration von erkranktem Gewebe.
MBST®-ProVet als therapeutische Kernspin Resonanz kommt zum Beispiel im Fall von Arthrose beim Pferd zum Einsatz. Ebenso kann man mit MBST®-ProVet Stoffwechselstörungen der Knochen, sowie sport- und unfallbedingte Verletzungen der Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder behandeln.

Kernspintomografie - MRT

Seit 2004 arbeiten wir mit der Kernspinuntersuchung am Pferd. Die auch als Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) bezeichnete Diagnosemethode, ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der verschiedenen Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen werden Schichtaufnahmen des betroffenen Areals angefertigt. Das seit etwa acht Jahren in der Pferdemedizin eingesetzte Verfahren liefert gegenüber dem Röntgen zusätzliche Informationen.
Durch die MRT Technik ist es uns möglich Aussagen über den Zustand von Weichteilgewebe wie Bänder, Sehnen, Gelenkkapsel, Knorpel oder Schleimbeutel zu treffen. Dadurch ist insbesondere der Bereich der Hufrolle, der sich im für den Tierarzt nur bedingt zugänglichen Hornschuh befindet, mittels MRT genauestens zu untersuchen.In unserer Klinik verwenden wir ein Gerät, das die Untersuchung am stehenden, lediglich sedierten Pferd ermöglicht. Eine risikoreiche Narkose ist somit nicht mehr nötig. Der U-förmige Magnet ist höhenverstellbar, so dass Regionen vom Hufbereich bis zum Vorderfußwurzel- bzw. Sprunggelenk untersucht werden können. Bundesweit wird dieses moderne Verfahren bisher nur von vier weiteren Kliniken angeboten (Stand 2010).

Wie ist der Ablauf?
Die Eisen werden von beiden Hufen entfernt. Das Pferd wird sediert, in den Raum geführt und mit einem Bein in den Scanner gestellt. Der Tierarzt richtet den Magnet an dem erkrankten Bein aus. Viele Bilder werden angefertigt, wobei manchmal auch Vergleichsaufnahmen des anderen Beins mit inbegriffen sind. Nach 1-2 Stunden wird das Pferd aus dem Raum geführt und falls notwendig kurz zum Aufwachen in eine Box gebracht. Dann erfolgt die Besprechung mit dem Haustierarzt, Besitzer und/oder Reiter, so dass in kollektiver Zusammenarbeit der therapeutische Weg festgelegt wird.

Welche Vorteile bietet der MRT?
Sie erspart Ihnen Zeit und Geld. In der Humanorthopädie ist der MRT meist die diagnostische Methode der „ersten Wahl“. Die einzige Methode mit der alle Strukturen - auch unter der Hornwand - dargestellt werden können.Eine Vollnarkose ist in den meisten Fällen nicht notwendig
- Narkoserisiko eliminiert
- Durchführbar als ambulanter Termin
- Befürwortet von Besitzern und Trainern für ein effektives Gesundheitsmanagement von Sport – und Freizeitpferden
- Sofortige Diagnose in über 90% der Fälle

Klare und schnelle Diagnose:
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spart unnötige und teure wiederholte Untersuchungen, erfolglose Therapien und Ruhephasen
- ermöglicht gezielte Behandlungen inklusive spezieller Beschläge
- eliminiert das Risiko von fortschreitenden Schäden in dem Untersuchungs-Behandlungs-Ruhephasen-Nachuntersuchungskreislauf
- ermöglicht schnelle Entscheidungen bezüglich der Zukunft des Pferdes

Erwägen Sie einen MRT in folgenden Fällen:
- Lahmheiten, deren Ursachen im Huf- oder unterem Beinbereich anzusiedeln sind (inklusive Karpal oder Tarsalgelenk)
- Röntgenbilder sind unauffällig oder fragwürdig
- Szintigraphie wird noch in Betracht gezogen oder war negativ
- Ultraschall ist nicht möglich oder liefert keine Antwort
- Bei einer akuten Stichwunde (z.B. Nageltritt)
- Akute und chronische Lahmheiten ohne Behandlungserfolg
- Als Kontrolle der Behandlung und des Heilungserfolges vor der Wiederaufnahme des Trainings

Wie funktioniert der MRT?
Die Scans werden in einem speziell abgeschirmten Raum angefertigt. Das Bein wird einem starken magnetischen Feld und kurzen Radiowellenimpulsen ausgesetzt. Das entstehende Signal kann daraufhin in Bilder umgewandelt werden. Unterschiedliche Sequenzen liefern verschiedene Signale. So können alle Gewebe ohne Kontrastmittel voneinander abgegrenzt werden. Es entsteht keine schädliche Strahlung wie beim Röntgen und CT. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Video Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) in der Tierklinik Lüsche

Qualisys Motion Capture Systems

Die Firma „Qualisys“ aus Schweden verfügt über jede Menge Erfahrungen im Bereich von „Motion Capture Systems“ in der Humanmedizin und auf Top Sportler Niveau. „Equine Motion Capture“ ist das jüngste Projekt in der Entwicklung.
Wir sind stolz darauf, als weltweit einzige private Pferdeklinik, unseren Kunden dieses System in Lüsche anbieten zu können. Equine Motion Capture gibt uns die Möglichkeit eine objektive Analyse der Bewegungen des Pferdes darzustellen. Nicht nur die Vorhand-, Hinterhand-, und Nacken-/Rückenbewegungen können dargestellt werden, auch entschlüsselt das System wie gravierend die Lahmheit ist und in welcher Bewegungsphase das Pferd die meisten Schmerzen hat.

Wie funktioniert das System?
Das Pferd wird mit so genannten Markern am Kopf, Becken und Widerrist ausgestattet, welche durch 20, in der Reithalle montierten Spezial-Kameras, erfasst werden. Die Ergebnisse können auf grader Strecke und auf der Zirkellinie sach- und fachgerecht bewertet werden. Messungen unter dem Sattel sind ebenfalls möglich.Die Resultate  können direkt analysiert und auf dem Bildschirm in der Reithalle demonstriert werden.

Warum diese Art der objektiven Messung benutzen?
Es gibt viele Gründe warum ein Pferd in unserer Klinik zum Vet Check vorgestellt wird. Entweder der Besitzer hat schon selbst bemerkt, dass das Pferd lahm bzw. nicht in Bestform ist, oder ein Verkauf des Pferdes steht an und der Käufer möchte Aufzeichnungen über den Gesundheitszustand haben.
Zur Beurteilung lässt sich der behandelnde Tierarzt das Pferd zunächst vortraben und bewertet so die Bewegungen des Pferdes. Dies wird benötigt, um das Vorliegen einer Belastungslahmheit festzustellen. Asymmetrien im Rumpf und in den Kopfbewegungen eines Pferdes lassen auf diesen Typen einer Lahmheit schließen.
Nachdem das Pferd komplett untersucht worden ist, können Bewegungen nach so genannten Beugeproben und Anästhesien ebenfalls mit diesem System ausgewertet werden. Diagnostische Bilder und die Behandlung sind die nächsten Schritte.
Anschließend kommt das Pferd zurück für eine Folge-Diagnostik. Asymmetrien während des Trabens werden genau studiert und mit den Resultaten vor der Behandlung verglichen, um zu prüfen, ob die Behandlung den gewünschten Effekt erzielt hat. Auf diese Art und Weise wird jede subjektive (tierärztliche) Analyse kombiniert mit einer objektiven Messung des Qualisys Systems.

Präventives Benutzen einer objektiven Messung
Eine weitere gute Möglichkeit ist die präventive Nutzung dieses Systems. Geringe Unterschiede in den Bewegungen eines Pferdes, welche mit einem menschlichen Auge nicht zu erkennen sind, können gemessen werden. Mit Hilfe von regelmäßigen Vet Checks können kleine Veränderungen schon früh entdeckt und das Verletzungsrisiko minimiert werden.

Technischer Hintergrund
Mit Hilfe des Motion Capture Systems können Bewegungen mit hoher Präzision und Genauigkeit gemessen werden. Es besitzt zudem die Fähigkeit die Bewegung von mehreren Punkten aus verschiedenen Winkeln gleichzeitig zu messen. Dies ist allein mit dem menschlichen Auge nicht möglich.

Flyer zum Qualisys Motion Capture Systems

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Qualisys-Kamera

Pferd bei der Qualisys-Messung

Qualisys-Messauswertung

Video Qualisys Motion Capture Systems am Pferd in der Tierklinik Lüsche

Digitales Röntgen und Ultraschall

Sie sind die Klassiker in der Diagnostik: Röntgen und Ultraschall zählen zur Grundausstattung unserer Klinik. Mittlerweile haben wir einige digitale mobile Röntgen- und Ultraschallgeräte, die Aufnahmen fast überall zulassen. Ob in der Aufwachbox, noch im OP oder bei Ihnen im Stall, wir passen uns den Bedürfnissen an. Die Bilder können auch auf Außenpraxis direkt entwickelt und mit Ihnen besprochen werden. Gerade wenn es um die Feststellung oder den Ausschluss einer Fraktur geht, ist es wichtig, dass das Pferd nicht erst in eine Klinik transportiert werden muss.
Sollte ein Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung ohne besonderen Befund bleiben, so gibt es die Möglichkeit, die weiterführende Diagnostik mit MRT und Szintigrafie zu nutzen.
Im Bereich der Internistik bieten wir auch Herzultraschalluntersuchungen beim Pferd an. Hierzu nutzen wir ein System mit Farbdoppler, um den Blutfluss im Herzen mit darstellen zu können.

Stammzelltherapie und PRP

Weil Sehnen und Bänder nicht durchblutet sind, ist deren Heilung meist ein langwieriger Prozess. Dazu kommt, dass das entstandene Narbengewebe nicht die gleiche Kraft und Elastizität besitzt wie das ursprüngliche Gewebe. Mittels PRP (Plateled Rich Plasma) und der Stammzellentherapie stehen uns heute zwei regenerative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Wiederaufbau der Sehnen mit minimaler Narbenbildung nach einer Verletzung ermöglichen sollen.
In der Pferdemedizin dient die Stammzellentherapie in erster Linie zur Behandlung von Sehnen- und Bänderschäden.

Zurzeit wird daran gearbeitet, diese Therapieform auch auf Knochenzysten, Gelenkschäden und Frakturen auszudehnen. Aufgrund ihrer Fähigkeit, sich vielfältigen Nutzungsrichtungen anzupassen, können Stammzellen sich beispielsweise auch in Sehnengewebebildende Zellen umwandeln. Es basiert auf der Freisetzung hochpotenter Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen, welche dann eine schnellere Heilung, weniger Narbenbildung und eine stabilere Sehne als Resultat hervorbringen sollen. Bei der Stammzellentherapie werden Stammzellen aus einem Knochenmarkspunktat oder aus Fettgewebe kultiviert (z.B. aus dem Becken oder Brustbein). Danach werden diese in den Sehnendefekt injiziert. Stammzellen aus dem Knochenmark differenzieren sich in der Sehne zu kollagenproduzierenden Zellen, was eine narbenfreie Heilung ermöglichen soll.

Arthramidvet
Eine völlig neuartige Therapie für schwer beschädigte Gelenke. Polyacrylamide werden in die Gelenkkapsel integriert und wirken neben einem nicht abbaubaren Puffer als Gelenksregulativ. Auch wenn die Wirkungsmechanismen noch nicht völlig geklärt sind, konnte in Studien, an welchen unsere Klinik ebenfalls beteiligt waren, sehr positive Erfolge bei Pferden mit chronischen Gelenkserkrankungen (Arthrose) erzielt werden. Weitere umfangreiche Studien zusammen mit dem pharmazeutischen Hersteller laufen. Arthramidvet wird in Deutschland nur in 12 „Centres of Excellence“ angewandt und vertrieben. Die Tierklinik Lüsche ist seit Anfang an dabei.

Stoßwellentherapie

Bei der extracoporalen Stoßwellentherapie (ESWT) handelt es sich um eine nicht-invasive Therapieform. Zu ihren Indikationsgebieten zählen im Bereich der Orthopädie insbesondere Erkrankungen von Sehnen und Bändern. Weitere Indikationen sind z. B. Veränderungen im Bereich des Strahlbeins, reaktive Überbeine sowie Haarrisse (Fissuren) oder Knochenbrüche (Frakturen), bei denen die ESWT die Regeneration des Knochens beschleunigen soll.
Wir verwenden eine fokussierte Stoßwellentechnik, die auf piezoelektrischer Technik basiert.

TMS - Transkranielle Magnet-Stimulation

Die transkranielle Magnetstimulation, kurz TMS, ist eine nicht-invasive Technologie. Bei der TMS werden mittels starker Magnetfelder Bereiche des Gehirns sowohl stimuliert als auch gehemmt. Darüber hinaus wird die transkranielle Magnetstimulation in beschränktem Umfang in der neurologischen Diagnostik eingesetzt oder für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Ataxie beim Pferd.

Wirkungsweise und Untersuchungstechnik
- In der Spule wird mittels elektrischer Ladung ein magnetisches Feld erzeugt
- Stimulation des motorischen Cortex (Bereich im Gehirn) mit Magnetspule: Der Reiz wird über das Rückenmark, über die peripheren Nerven bis in die Gliedmaßen geleitet

Ableitung Vordergliedmaße

Positionierung der Spule

Ableitung Hintergliedmaße

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